Gottesdienst zum Nachlesen

Gottesdienst am 2. Sonntag nach Epiphanias
17. Januar 2021 Friedenskirche

Vorspiel

Begrüßung

Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Die Tage werden länger. Wir gehen dem Licht entgegen. Trotz mancher unausgestandener Finsternisse. Aber beileibe nicht nur im meteorologischen Sinn. Ganz fern am Horizont ist schon Ostern erkennbar. Von da her kommt das Licht der Auferstehung, das das Weihnachtslicht ablöst, allen tödlichen Machenschaften in die Quere. Und hellt vor allem den Schrecken erheblich auf, der uns immer wieder packt. und macht, dass wir uns dennoch freuen können. Heute hören wir gar von einer Hochzeit. Ein besonders erfreuliches Ereignis. Vor allem, wenn einer auftritt, der verhindert, dass die Stimmung ganz plötzlich kippt. Und dieser Auftritt, ein Debüt sozusagen, hat auch ganz viel mit Ostern zu tun. Ich wünsche uns einen gesegneten Gottesdienst, in dem wir zunächst - immer noch summend - anstimmen wollen: …

Lied  EG 550,1.2.5 … Licht, das in die Welt gekommen

1 Sonne voller Glanz und Pracht,
Morgenstern, aus Gott entglommen, treib hinweg die alte Nacht;
zieh in deinen Wunderschein bald die ganze Welt hinein!
2 Gib dem Wort, das von dir zeuget, einen recht gepriesnen Lauf,
dass noch manches Knie sich beuget, sich noch manches Herz tut auf,
eh die Zeit erfüllet ist, wo du richtest, Jesu Christ.
5 Es sei keine Sprach noch Rede, da man nicht die Stimme hört,
und kein Land so fern und öde, wo dein Wort nicht wird gelehrt.
Lass den hellen Freudenschall lass ihn ausgehn überall.

Im Angesicht Gottes …

Immer noch dürfen wir Gottesdienst feiern. Wie lange noch? Werden wir Ostern wieder einzig auf unsere Bildschirme gucken? Auch dann ist Gott aber bei uns. Hält er zu uns. Auch, wenn wir ihn enttäuschen. Auch dann, wenn einige Wenige die Geduld verlieren. Gottes Langmut ist groß. So werfen wir uns ihm entgegen und sprechen:
Der Allmächtige Gott erbarme sich unser. Er vergebe uns unsere Sünde und führe uns zum ewigen Leben.
Der allmächtige Gott hat sich unser erbarmt. Jesus Christus ist für uns gestorben und auferstanden. Wer glaubt und getauft wird, wird selig werden. Das schenke uns Gott.

Lesung Psalm 105,1-8

1 Danket dem HERRN und rufet an seinen Namen; verkündigt sein Tun unter den Völkern!
      2 Singet ihm und spielet ihm, redet von allen seinen Wundern!
3 Rühmet seinen heiligen Namen; es freue sich das Herz derer, die den HERRN suchen!
      4 Fraget nach dem HERRN und nach seiner Macht, suchet sein Antlitz allezeit!
5 Gedenket seiner Wunderwerke, die er getan hat, seiner Zeichen und der Urteile seines Mundes,
      6 du Geschlecht Abrahams, seines Knechts, ihr Söhne Jakobs, seine Auserwählten!
7 Er ist der HERR, unser Gott, er richtet in aller Welt. 
      8 Er gedenkt ewiglich an seinen Bund, an das Wort, das er verheißen hat für tausend Geschlechter,

Gloriavers  EG 272 Ich lobe meinen Gott

Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen.
Erzählen will ich von all seinen Wundern und singen seinen Namen. 
Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen. 
[Refrain]
Ich freue mich und bin fröhlich, Herr, in dir. Halleluja!
Ich freue mich und bin fröhlich, Herr, in dir. Halleluja!

Kollektengebet

Herr, wir sind schon tief im Januar
Hilf mir, dass ich meinen Sätzen treu bleibe
Ein Jahr der Geduld soll es werden
der Zukunft und der Zuversicht
Wir teilen die Zeit ein und machen Pläne
Und wünschen uns allen ein gesundes Wiedersehen
Du aber hast die Zeit in deinen Händen
Hilf mir, dass ich deinen Plan erkenne
Dass kein böses Blut in mir ist
Und der Friede mein Herz beseelt
Amen.
(Nach Hans Dieter Hüsch)

Predigttext aus dem Johannesevangelium Kap. 2,1-11

1 Und am dritten Tage war eine Hochzeit zu Kana in Galiläa, und die Mutter Jesu war da. 2 Jesus aber und seine Jünger waren auch zur Hochzeit geladen. 3 Und als der Wein ausging, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr. 4 Jesus spricht zu ihr: Was habe ich mit dir zu schaffen, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen. 5 Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut. 6 Es standen aber dort sechs steinerne Wasserkrüge für die Reinigung nach jüdischer Sitte, und in jeden gingen zwei oder drei Maße. 7 Jesus spricht zu ihnen: Füllt die Wasserkrüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis obenan. 8 Und er spricht zu ihnen: Schöpft nun und bringt's dem Speisemeister! Und sie brachten's ihm. 9 Als aber der Speisemeister den Wein kostete, der Wasser gewesen war, und nicht wusste, woher er kam – die Diener aber wussten's, die das Wasser geschöpft hatten –, ruft der Speisemeister den Bräutigam 10 und spricht zu ihm: Jedermann gibt zuerst den guten Wein und, wenn sie trunken sind, den geringeren; du aber hast den guten Wein bis jetzt zurückgehalten. 11 Das ist das erste Zeichen, das Jesus tat. Es geschah zu Kana in Galiläa, und er offenbarte seine Herrlichkeit. Und seine Jünger glaubten an ihn.

Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde.
Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das Ewige Leben.

Lied   EG 398,1.2. In dir ist Freude

1 In dir ist Freude in allem Leide, o du süßer Jesu Christ!
Durch dich wir haben himmlische Gaben, du der wahre Heiland bist;
hilfest von Schanden, rettest von Banden. Wer dir vertrauet, hat wohl gebauet,
wird ewig bleiben. Halleluja. Zu deiner Güte steht unser G'müte,
an dir wir kleben im Tod und Leben; nichts kann uns scheiden. Halleluja.

2 Wenn wir dich haben, kann uns nicht schaden Teufel, Welt, Sünd oder Tod;
du hast's in Händen, kannst alles wenden, wie nur heißen mag die Not.
Drum wir dich ehren, dein Lob vermehren mit hellem Schalle, freuen uns alle
zu dieser Stunde. Halleluja. Wir jubilieren und triumphieren,
lieben und loben dein Macht dort droben mit Herz und Munde. Halleluja.

Predigt

Liebe Gemeinde!

„was habe ich mit dir zu schaffen, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen.“ „Frau“ - die „Frau“ ist seine Mutter. Mit ihr habe er nichts zu schaffen, sagt Jesus. Schroff. ablehnend, kompromisslos ist er. Und ungehörig, ja, abstoßend mag uns das vorkommen - und ist es auch. Aber so fängt das Evangelium nach Johannes schon an, in diesen ersten Kapiteln, in die unser heutiger Predigttext eingebettet ist: „Er kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf.“ (Johannes 1,11) Die Menschen lehnen Jesus ab. Sie laufen in Strömen Johannes, dem Täufer nach, aber der ist es gar nicht, auf den sie warten sollen. (Johannes 1,19.20) Und auch seine ersten Jünger haben offenbar falsche Erwartungen an ihn. Sie würden noch weitaus Größeres sehen, attestiert ihnen Jesus, als die Wunder, die sie einen Augenblick verblüffen. (Johannes 1,50) Er vertreibt die Händler aus dem Tempel, stößt ihre Tische um und brüllt sie an: „Macht nicht meines Vaters Haus zum Kaufhaus!“ (Johannes 2,16) Und Nikodemus, mit dem Jesus ein längeres Gespräch führt, muss sich von ihm sagen lassen: „Glaubt ihr nicht, wenn ich euch von irdischen Dingen sage, wie werdet ihr glauben, wenn ich euch von himmlischen Dingen sage?“ (Johannes 3,12)

Aber dann, vier Verse weiter: „Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“ (Johannes 3,16) Der springende Punkt ist ganz anders, als Schroffheit und ungehöriges und abstoßendes Verhalten erkennen lassen. Worauf es ankommt, ist nicht Zurückweisung, sondern allumfassende Liebe, die nicht mehr zu überbieten ist: Die Welt, nicht nur die Menschen sind ihr Ziel und Gottes Absicht und er, sein Sohn, den die Juden als den Gesalbten bezeichnen und wir als den Christus, ist die leibhaftige Erscheinung dieser Liebe Gottes in der Welt. In die sie, seine Liebe ja eigentlich nicht hineinpasst, im doppelten Sinn: Denn sie kommt „der Welt“ sehr ungelegen und wird von ihr deswegen auch im Grunde nicht verstanden. Und zum anderen übersteigt sie ja sowieso unsere Welt und alles, das wir uns vorstellen können. Oder könnten wir etwa das Virus, das uns nicht in Frieden lässt - und diese von Jesus so eindeutig benannte Liebe, irgendwie zusammen denken? Nein, das übersteigt wohl unser Vermögen. Da bleibt nur: Sich enttäuscht abzuwenden - oder ein beherzter Glaube. Oft, sehr oft, wird es wohl das Sich-Abwenden sein, das Kapitulieren vor so harschen und widersinnigen Gegebenheiten, die, wie es scheint, kaum überbrückt oder gar überwunden werden können und deren Opfer auch nicht mehr gerettet. Ich sehe es an mir selbst, wenn ich morgens die Zeitung aufschlage und die Inzidenzwerte und sonstigen Corona-Meldungen lese und insgeheim ausrufe: „O Gott!“ Wer könnte solche Schwächeanfälle verurteilen, in die sich ein heimlicher Zweifel mischt, ob der bestürzenden Neuigkeiten? Immerhin: Es ist ein: „O Gott!“, das ich innerlich ausrufe und viele andere wohl auch und nicht ein: „Beim Teufel!“

Schauen wir noch einmal in die Geschichte hinein, die uns erzählt wird: Die Stimmung auf der Hochzeit von Kana fängt wohl in dem Moment an, zu kippen, als Maria Jesus besorgt zuflüstert: „Sie haben keinen Wein mehr.“ „O Gott!“ Wein alle, Freude weg. Denn die Freude muss ja einen Ausdruck finden. Und der Wein erfreut das Herz. (Psalm104,15), wie es schon im Psalm heißt. Wein und Freude sind quasi Synonyme. Es geht um die Festfreude bei der Hochzeit, um die Hochstimmung, ohne die eine Hochzeit keine Hochzeit ist, sondern eine jämmerliche Veranstaltung. Und mit so einer Hochzeit kann ja nur eine jämmerliche Zeit beginnen, ein jämmerliches Eheleben. Das darf nicht sein, auf keinen Fall, deswegen trifft man nicht die Entscheidung fürs Leben und für einen anderen Menschen und glaubt an ihn und glaubt an das Gelingen dessen, was da mit einem Fest beginnt. Und wehe denen, die es tatsächlich aus Verlegenheit tun. Für die würde das Leben eine Qual werden und die Freude vollkommen verdorben, so dass dann nur noch die Scheidung bliebe, ein Ende mit Schrecken.

Maria, die Hellsichtige, hat aber trotz aller Schroffheit Jesu doch gemerkt, dass es im Grunde nichts als die Liebe Gottes ist, die ihn bewegt und sein Reden und Tun, ja sein ganzes Leben bestimmt und nichts anderes. Und geht deswegen unverdrossen die Diener an: „Was er euch sagt, das tut.“ Jesus selbst liefert den Hinweis darauf, wenn er seiner Mutter erklärt, warum er so abstoßend in seinem Verhalten und in seinen Worten ist: „Meine Zeit ist noch nicht gekommen.“ Es ist in der Tat eine Frage der rechten Zeit, das Wesentliche zu sagen und zu tun. Was der Christus zu geben hat, das gehört nicht in einen unbedeutenden Nebensatz, sondern in die Mitte des Geschehens und darf nicht in einem Moment untergehen, in dem keiner zuhört und alle mit sich selbst beschäftigt sind. Und wie unerlässlich es ist, diese Gabe in die Mitte des Festgeschehens zu rücken, das wird allein schon an den Mengenangaben deutlich, von denen hier die Rede ist. Denn geradezu skurril sind die: Ein „Maß“ sind ca. 40 Liter, wobei ein Krug 2 bis 3 „Maße“ fasst. Es gibt aber 6 Krüge. Ca. 600 Liter Wasser wandelt Jesus in Wein. Selbst wenn mehrere hundert Gäste anwesend sind, die ja schon einiges getrunken haben, lässt sich mit dieser Menge ein äußerst frohes Fest feiern. Zumal der Speisemeister dann feststellt, dass die wahrscheinlich schon etwas angetrunkenen Gäste die Qualität dieser Rebe gar nicht mehr ausreichend werden würdigen können. Kein Zweifel: Der Evangelist Johannes macht es hier überdeutlich. Bei dieser Festfreude, die durch Jesus, den Christus gerettet wird, geht es nicht um einen billigen Rausch, sondern um eine Lebensfreude und eine Fülle des Lebens, die alles übersteigt, was Menschen sich an Glück und Segen nur wünschen können. Und das ist zweifellos ein noch größeres Wunder, als die Verwandlung von Wasser in Wein.

„Meine Zeit ist noch nicht gekommen“, sagt Jesus. Aber sie wird kommen. Und sie wird den leidensfähigen und bekümmerten Gott offenbaren, der tatsächlich in tiefste Dunkelheit hinabsteigen, das Elend der in ihr Gefangenen teilen, ihr Leid überwinden und dem Leben zum Durchbruch verhelfen kann. Seine Zeit wird spätestens dann gekommen sein, wenn die Finsternis am schlimmsten toben und kein Lichtblick sie erhellen wird. Zu dem Zeitpunkt, wenn womöglich auch der Glaube so zerkleinert wird, bis kaum mehr etwas davon übrig zu sein scheint. Der die neue Zeit einleutet, wird aber nicht zerrieben, sondern bleibt, lässt Dunkelheit und Tod hinter sich und erscheint denen, die ausrufen: „O Gott!“ als Auferstandener. So, dass aus dem „O Gott!“ ein: „Gott sei Dank!“ werden kann und aus allem Bangen ein Seufzer der Erleichterung. Das freilich ist dann nicht Menschenwerk oder menschliches Heldentum, sondern ein Geschenk, wie es auch aller Menschenverstand ist, mit dem gottverdammte Viren heutzutage bekämpft werden können, so dass nicht ganze Landstriche unausweichlich ausgerottet werden, sondern - so dürfen wir ja immerhin hoffen - ein Großteil der Menschen gerettet werden können. Und ein Geschenk ist auch alles Eintreten füreinander, zu dem Menschen bereit sind, so dass wir Mitgefühl und auch Solidarität erfahren dürfen - natürlich völlig unabhängig davon, ob jemand gläubig ist. Gott sei Dank hat Er auch diese Fähigkeiten in uns, und zwar in uns allen in verschwenderischer Großzügigkeit angelegt, so dass wir sie hüten und pflegen und entwickeln können und so an jedem neuen Tag unseres Lebens etwas von der unerschöpflichen Fülle des Lebens, das wir Gott verdanken, einander spüren lassen können. Bis es dann so weit ist, die Zeit gekommen, dass uns nichts, aber auch gar nichts mehr von ihr trennt, was uns jetzt noch Sorgen macht und immer wieder wird rufen lassen: „O Gott!“
Amen.

Lied  EG 66,1.4.7 Jesus ist kommen, Grund ewiger Freude

1 Jesus ist kommen, Grund ewiger Freude; A und O, Anfang und Ende steht da.
Gottheit und Menschheit vereinen sich beide; Schöpfer, wie kommst du uns Menschen so nah!
Himmel und Erde, erzählet's den Heiden: Jesus ist kommen, Grund ewiger Freuden.

4 Jesus ist kommen, der Fürste des Lebens, sein Tod verschlinget den ewigen Tod.
Gibt uns, ach höret's doch ja nicht vergebens, ewiges Leben, der freundliche Gott.
Glaubt ihm, so macht er ein Ende des Bebens. Jesus ist kommen, der Fürste des Lebens.

7 Jesus ist kommen, die Quelle der Gnaden: komme, wen dürstet, und trinke, wer will!
Holet für euren so giftigen Schaden Gnade aus dieser unendlichen Füll!
Hier kann das Herze sich laben und baden. Jesus ist kommen, die Quelle der Gnaden.

Abkündigungen

Wir laden zu den Gottesdiensten an den kommenden Sonn- und Feiertagen ein:
(bitte melden sie sich dazu auf der Startseite von www.friedenskirche-stadtbergen.de
oder unter 432164 telefonisch im Pfarramt an)

24. Januar kein Gottesdienst in der Friedenskirche, aber:
Einladung in die Chapel (Hooverstraße, Kriegshaber) 11:15 Uhr

31. Januar Gemeinsamer Gottesdienst in der Chapel (Hooverstraße, Kriegshaber) 11:15 Uhr

Wenn Sie uns Spenden zukommen lassen wollen, können sie dies über unser Konto IBAN: DE51 7205 0101 0380 1412 00 Kreissparkasse Augsburg BIC: BYLADEM1AUG tun. Wenn Sie möchten, geben sie einen Spendenzweck an, z.B: „Kollekte 31.1.“, oder „Eigene Gemeinde“, oder „Kinder- und Jugendarbeit“, bzw. einen anderen Zweck Ihrer Wahl. Oder eben „Zur freien Verfügung“.

Liedverse  EG 66,9 Jesus ist kommen,

9 Jesus ist kommen, sagt's aller Welt Enden. Eilet, ach eilet zum Gnadenpanier!
Schwöret die Treue mit Herzen und Händen. Sprechet: wir leben und sterben mit dir.
Amen, o Jesu, du wollst uns vollenden. Jesus ist kommen, sagt's aller Welt Enden.

Dank und Fürbitten

Wo du erscheinst, Gott, wird das Leben zu einem Fest. Wasser wird zu Wein.
Sorge wird zur Zuversicht. Was uns niederdrückt, bricht auf.
Erscheine, Gott, allen, die sich fremd sind,
Gefangene in überzogenen Erwartungen an sich selbst oder in quälenden Zweifeln,
Getriebene von den Ansprüchen anderer oder von der Sorge, zu kurz zu kommen.
Wir feiern mit dir das Leben und bitten: Gib Gnade um Gnade.

Erscheine, Gott, allen, die Angst haben, Angst vor dem Leben und Angst vor dem Sterben,
Angst vor der eigenen Freiheit und Angst vor der Wahrheit.
Wir feiern mit dir das Leben und bitten: Gib Gnade um Gnade.

Erscheine, Gott, allen Kranken und Sterbenden, allen, die in Unfrieden auf ihr Ende sehen,
die sich nicht fallen lasse können in deine lebendige Gegenwart, allen Verbitterten.
Wir feiern mit dir das Leben und bitten: Gib Gnade um Gnade.

Erscheine, Gott, allen, die Gewalt erleiden die bevormundet werden und bedroht und verfolgt.
Erscheine allen, die von Gewalt und Allmacht träumen, die sich über andere stellen und meinen,
über Tod und Leben, über Wahrheit und Lüge befinden zu können.
Wir feiern mit dir das Leben und bitten: Gib Gnade um Gnade.

Erscheine, Gott, allen, die um Tote trauern, allen Kindern, die keine Geborgenheit kennen,
allen, denen die Lebensperspektiven schwinden und die neue Wege vor ihnen noch nicht erkennen.
Wir feiern mit dir das Leben und bitten: Gib Gnade um Gnade.

Erscheine, Gott, allen, die über ihre eigenen Grenzen nicht hinausschauen können,
die nicht spüren, wie Du uns liebst und trägst,n uns in die Weite führst, wie du uns birgst in einer Freude,
die höher ist als alles, was wir verstehen können.
Wir feiern mit dir das Leben und bitten: Gib Gnade um Gnade.

Wo du erscheinst, Gott, wird das Leben zu einem Fest.
Du gibst uns mehr, als wir wünschen und hoffen können, Gnade um Gnade,
jeden Morgen, jede Nacht, jeden Tag.

Vaterunser

Gemeinsam lasst uns beten:
Vaterunser im Himmel. Geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit. In Ewigkeit. Amen.

Lied  EG  44,1-3  O du Fröhliche

1  O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit!
Welt ging verloren, Christ ist geboren: Freue, freue dich, o Christenheit!
2  O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit!
Christ ist erschienen, uns zu versühnen: Freue, freue dich, o Christenheit!
3  O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit!
Himmlische Heere jauchzen dir Ehre: Freue, freue dich, o Christenheit!

Segen

Der Herr segne euch und behüte euch. 
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über euch und sei euch gnädig.
Der Herr erhebe sein Angesicht auf euch und gebe euch Frieden.

Nachspiel

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